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Idee des Labornetzwerks

Das komplexe Zusammenwirken von mechanischen, elektrischen und informationstechnischen Komponenten in modernen Fahrzeugen erfordert interdisziplinäre und systemisch hoch integrative Entwicklungsumgebungen. Möglichst früh im Produktentstehungsprozess müssen einzelne Komponenten trotz fehlender Gesamtsystemprototypen in einer gesamtsystemnahen Umgebung untersuchen werden.

 

In XiL-BW-e schließen sich deswegen gezielt Forschungsstellen in Baden-Württemberg zu einem Labornetzwerk zusammen. Expertisen und Infrastrukturen wurden hierfür mit einem ganzheitlichen Ansatz vernetzt, so dass es im Verbund möglich ist, räumlich getrennte Komponenten für Untersuchungen in Echtzeit zu koppeln. Das gesamte Labornetzwerk, an dem derzeit über 30 Forscher beteiligt sind, besteht aus zwei Bestandteilen – dem Systemerprobungsnetzwerk und dem Batterieanalysenetzwerk: Das Systemerprobungsnetzwerk konzentriert sich auf die systemischen Wechselwirkungen der einzelnen Komponenten. Es ermöglicht die Vernetzung von Fachwissen für die Systemanalyse bis hin zur Erstellung von räumlich verteilten X-in-the-Loop-Testumgebungen. Dabei wird für die Forschungslandschaft in Baden-Württemberg ein deutlicher Mehrwert geschaffen. Durch die Kombination unterschiedlicher Kompetenzen der einzelnen Partner wird eine tiefere und breitere interdisziplinäre Sichtweise ermöglicht, so dass Synergiepotentiale in den übergreifenden Forschungsfeldern gehoben werden. Das Batterieanalysenetzwerk (BAN) hat seinen thematischen Schwerpunkt auf der detaillierten Untersuchung von Wechselwirkungen in Batteriezellen und deren Einfluss auf ihre Leistung. Die Koordination von Analyseaktivitäten und die gezielte Erweiterung der Batterieanalyse-Infrastruktur ermöglich über alle Längenskalen hinweg ein besseres Verständnis der Batteriestrukturen.

Durch die fachbereichsübergreifende Verknüpfung aller Projektpartner wird die Untersuchung verschiedener System- und Antriebsstrangkomponenten im Wechselspiel mit neuartigen Batterien unter realen Bedingungen ermöglicht. Unterschiedlich kombinierte Systeme und Antriebslösungen, wie beispielsweise in hybriden Fahrzeugen eingesetzt, können so schnell und flexibel getestet werden, ohne dass diese am selben Standort aufgebaut werden müssen. Zu den geplanten Forschungsfeldern zählen unter anderem die Entwicklung und Bewertung intelligenter Betriebsstrategien, Verhalten und Alterung von Batteriezellen im Systemverbund, induktive Ladetechniken für Fahrzeuge und die Analyse von Real-Driving-Emissions.

Mit diesem strukturierten Schulterschluss soll die Wettbewerbsfähigkeit baden-württembergischer Forschungseinrichtungen weiter verbessert werden, um neue gemeinsame Forschungsaktivitäten insbesondere im Bereich der Elektromobilität und Future Powertrain anzustoßen. Das Labornetzwerk ist dabei so strukturiert, dass es sich flexibel und bedarfsorientiert erweitern lässt und auch interessierten Industriepartnern zur Verfügung steht.